Erneute Auszeichnung für eine gute Berufsvorbereitung.

Junior-Coaches für den Fußball
Von Claudia Bihler

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Pritzwalk – Einen Preis als „Starke Schule“ kann die Freiherr-von-Rochow-Oberschule entgegennehmen: Für die Vermittlung von Fähigkeiten hinsichtlich der Berufswahl und Ausbildung hat sich die Pritzwalker Oberschule erneut profiliert. „Ich weiß noch nicht, welchen Preis wir bei der Auszeichnungs-veranstaltung erhalten“, sagt Schulleiterin Gisa Michaelis, „aber auch, wenn
es kein Geldpreis ist, ist er eine Auszeichnung.”

Die Rochowschule ist bereits zum zweiten Mal Preisträger in dem Bundeswettbewerb, der unter anderem von der Bundesanstalt für Arbeit gefördert wird. Erstmals erreichte sie 2013 den vierten Platz im brandenburgweiten Vergleich. Zu den Bewertungskriterien gehören ganz allgemeine Ansätze, wie die
Förderung des gegenseitigen Respekts unter den Schülern oder auch die individuelle Förderung einzelner Jugendlicher durch die Lehrer. Auch die Vernetzung in der Region mit potentiellen Arbeitgebern wird bewertet. Vor allem in einem konnte die Oberschule punkten: Die Berufsvorbereitung soll in der Schule in einem mehrstufigen Prozess erfolgen. Mit der beruflichen Frühorientierung in den unteren Klassen und mit dem  Praxislernen, bei dem die Jugendlichen der neunten Klassen ein Jahr lang an mehreren Tagen im Monat in Betrieben praktizieren, erfüllt die Schule dieses Kriterium voll und ganz.

In den zehnten Klassen dagegen arbeiten die Jugendlichen kurz vor ihrem Abschluss in Schülerfirmen: Unter anderem bauen sie dort Solargeräte in der Firma „Rochow-Solar“. Neben dem Preis als „Starke Schule“ konnte sich die Rochowschule auch in Sachen Sport an die Landesspitze setzen. Neben den beiden Sportschulen im Land ist die Pritzwalker Oberschule die einzige im Land, die mit dem Deutschen Fußballbund junge Leute zu sogenannten Junior- Coaches für Fußball ausbilden darf. Ein Jahr dauert eine solche Ausbildung. „Das Ziel ist, unter den Jugendlichen Nachwuchstrainer zu finden, die künftig in der Region dafür sorgen, dass der Nachwuchs betreut wird und den
Vereinen ausreichend Trainer zur Verfügung stehen“, erläutert Gisa Michaelis das Konzept. Die Ausbildung zum Junior-Coach umfasst alle Aspekte von Spieltaktik über die richtige Ernährung bis hin zur Teambildung. 15 Schüler, darunter zwei Mädchen, werden ihren ersten großen Auftritt beim Sepp-Herberger-Tag am 18. Februar haben: „Ein Fußballfest für Grundschulen“ ist das Motto, das die Sepp-Herberger-Stiftung für das vom Bund veranstalteten Fußballturnier für Grundschulen gesetzt hat.

Für Gisa Michaelis ist das Engagement in den Vereinen für die Junior-Coaches wichtig – auch hinsichtlich des künftigen  Berufslebens des Nachwuchses. Einerseits gehöre es zur  Schulbildung dazu, die Stärken der Jugendlichen weiter zu entwickeln. „Und man kann sich nicht immer nur auf die Arbeit konzentrieren, das ist nicht ausreichend. Zudem stärken zusätzliche Fähigkeiten die Persönlichkeit. Und das wiederum führt dazu, dass die jungen Leute besser im Beruf zurechtkommen.“

Orientierung aufs Berufsleben

Schulleiterin Gisa Michaelis freut sich über die erneute Anerkennung.

FOTO: CLAUDIA BIHLER

 

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Die Oberschule bietet als erste Fremdsprache Englisch und als zweite Französisch oder Russisch an.

Ganztagsbetrieb zeichnet sich durch Arbeitsstunden, gestaltete Freistunden, Förderangebote aus.

Berufsorientierung und Praxislernen sind ein druchgehender Lehrgang von Klasse 7 bis 10. Während die Jüngsten einige Einblicke in praktische Arbeiten erhalten, haben sich die Zehntklässler bereits ein konkretes Bild von ihren Fähigkeiten gemacht.

 

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