Zur Halbzeit dieses Schuljahres zeigte sich einmal mehr, wie viele Talente in den Schülern der Rochow Schule versteckt sind. In dem Theaterstück "Die Kusskrise" bewiesen besonders die Neuntklässler, dass man bei so einer Krise auch Spaß haben kann.

Für Wortspiele und beabsichtigte Verwechselungen, Kussübungen, verzweifelte Eltern, sichtbare SMS und küssende Putzfrauen ernteten die jungen Künstler bei drei Aufführungen vor insgesamt ca. 500 Zuschauern viele Lacher und kräftigen Beifall.

Mutige Solosänger und der Chor, Tänzer, Stepper und Instrumentalisten überraschten das Publikum mit romantischen Liebesliedern, wofür mit Klatschen im Takt von den Zuhörern "bezahlt" wurde.

Der große Aufwand und die Mühe haben sich gelohnt.
Ein großes Dankeschön an alle Mitwirkenden, an die voller Ideen steckende und Hauptverantwortliche Musiklehrerin, Frau Gayk, sowie an die vielen weiteren engagierten Lehrer vor und hinter der Bühne.

Frau Gebhard unterstützte die Schauspielergruppe beim Einstudieren und Umsetzen der Szenen. Herr Giese bereicherte mit den Trommlern und Gitarristen die musikalische Unterhaltung. Seinem Einsatz zeigte er bei der Chorarbeit, beim Einstudieren der Lieder, besonders in der 3. Stimme.

S. Lamprecht

Kusskrise in der Schule

Pritzwalker Rochowschüler brachten ein Stück rund um die Pubertät auf die Bühne

PRITZWALK - Restlos alle Pritzwalker Schüler der sechsten Klassen haben in dieser Woche die Einladung der neunten Klassen der Freiherr-von-Rochowschule angenommen: Die nämlich hatten in drei Aufführungen ein Stück auf die Bühne gebracht, das sich unter dem Titel „Kusskrise“ mit Pubertät und Verliebtsein auseinander setzt – kein wunder also, dass die Sechstklässler großes Interesse hatten. Aber auch Eltern, Großeltern und Geschwisterkinder waren gekommen, um die Rochow-Mimen live zu erleben.

„Kusskrise – Ritter, Räuber & Randale“ Mit witzigen Dialogen, die immer wieder viel Gelächter im Publikum ernteten, erzählten die 16 Rochow-Schüler die Geschichte: Corinna Trillmich sollte als Hauptdarstellerin im Stück Ricardo Böckstiegel küssen. Ricardo ist an der Schule nicht sehr beliebt – vor allem auch darum, weil er es mit der Anwendung von Deospray nicht so genau nimmt. „Willst du es dir nicht lieber doch nochmal überlegen, ob du nicht lieber Zofe als Prinzessin spielst?“, fragten demzufolge ihre Klassenkameraden. Doch die Hauptdarstellerin im Schulstück nimmt es gelassen: „Ich seh das eher professionell, er wird schon keine Windpocken auf der Zunge haben ...“Die Auseinandersetzungen um den Kuss dauern an, auch Corinnas Eltern wollen nicht, dass sie den Sohn des väterlichen Erzfeindes küsst.

Alle Aufregung war schließlich umsonst, als sich herausstellt, dass Ricardo erkrankt ist und am geplanten Aufführungstag nicht auftreten kann. Sein Ersatzmann ist Felix. Und das wiederum bringt die Corinna dann doch ins Wanken: Schließlich bekommt sie weiche Knie, wenn sie Felix sieht, weil sie in ihn verliebt ist. Mit der Professionalität ist’s dann vorbei. Doch Drücken gilt nicht, und schließlich ist auch der Kuss nicht ganz so schlimm – ganz wie im Märchen bekommt Corinna nicht nur einen Kuss – sondern auch Felix zum Freund. Der Schulchor, mit 48 Sängern und Sängerinnen gut besetzt, sorgte für den musikalischen Background. Seit Herbst hatten die Jugendlichen unter Leitung von Franka Gayk geübt, Tipps gab’s vom Kooperationspartner, dem Landestheater Parchim, Mecklenburg.– so der Originaltitel des Stücks. Dahinter verbarg sich nicht etwa eine Art moderner Robin-Hood, sondern die Geschichte einer Schultheateraufführung. Das Stück spielte also sozusagen direkt im Leben.

Im Internet gibt’s nicht nur den Artikel zum Stück – sondern erstmals auch ein kurzes MAZ-Video aus der Aufführung an der Rochowschule, und zwar im Kanal der Märkischen Allgemeinen unter http://youtu.be/FTKSjp4FDwY (youtu.be mit Punkt!) (Von Claudia Bihler)

 

 

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.