Logo_EventPritzwalks Rochow-Schüler auf der resized_150x58___berschrift_BilderBühne:    “Gesundes Essen schließt Schlemmerkomponenten nicht aus”

PRITZWALK/ Dass Pommes Frites, Senf und Ketchup nicht unbedingt einen gesunden Speiseplan verhindern, das thematisierten insgesamt 72 Schüler und Schülerinnen der Pritzwalker Freiherr-von-Rochow-Oberschule mit einem “Fast-Food-Musical in fünf Gängen” in dieser Woche auf ihrer Schulbühne.

Zumindestens kann ein Speiseplan mit den genannten Bestandteilen dann ausgewogen sein, wenn Gemüse und Obst dabei nicht zu kurz kommen, so die Schlussfolgerung des Musicals, dass die Schüler und Schülerinnen im Rahmen des Ganztags-Unterrichts vorbereitet hatten.

Die Geschichte: Die Gesundheitskontrolle des Gewerbeaufsichtsamtes stattete den beiden benachtbarten Läden, dem Schnellimbisslokal” Schorschis Schlemmerstube” und “Elisabeths Naturkostladen” einen Besuch ab. In beiden Läden gab es etwas zu bemängeln: Im Schnellimbiss fand der Kontrolleur eine Nematode (einen Fadenwurm) in einem Fisch – und schloss daraufhin das Lokal. In Elisabeths Naturkostladen wurde dagegen ein Altes Ei entdeckt – auch hier gab es Ärger mit der Gewerbeaufsicht. Hatten die beiden Läden zuvor in einem echten Konkurenzkampf um Kunden geworben, löste die Schließung der Imbissstube allerdings plötzliche Solidarität aus. Wurm Willi, der in einen Apfel im Naturkostladen wohnte, sorgte mit viel Überzeugungsarbeit dafür, dass das Gewerbeaufsichtsamt seine strikten Auflagen etwas lockerte – schließlich gab die Gewerbeaufsicht nach.

Statt wie bisher in direkter Konkurenz eröffneten all Beteiligten ein gemeinsames Lokal – und brachten fortan solches Essen auf den Tisch, das aus beiden Komponenten bestand: Mal Pommes und Currywurst, mal frischen Salat.
Das Stück war von den Schülern und Schülerinnen komplett in eigener Regie ausgestattet worden: Die Kostüme hatten sie in Kunstunterricht gestaltet, die Kulissen in der Arbeitslehre gebaut. Insgesamt honorierten 350 Zuschauer die Anstrengungen der Jugendlichen und spendeten viel Applaus zum Ende.
Die waren anschließend noch zu einem Test eingeladen. Am Ausgang offerierten die Rochow-Schüler sowohl auch Schmalzstullen. Schulleiterin Gisa Michaelis:

„Erstaunlicherweise blieben vor allem die Schmalzstullen liegen, unsere Gäste griffen eher zu den Apfelschnitzen.“

Offenbar hatte allerdings die Schlussfolgerung des Musicals doch eine gewisse Logik für die Besucher: Am Holzkohlegrill vor der Turnhalle sagten die Gäste dann noch nicht „Nein“ zu den offerierten Bratwürsten.

Die Freiherr-von-Rochowschule will ihre Bildungsarbeit in Sachen Theater weiter intensivieren. Dazu schlossen sie erst kürzlich zu einem Kooperationsvertrag mit dem Mecklemburgischen Landestheater Parchim, dass nicht nur Theaterbesuche ermöglichen, sondern auch Fachwissen übermitteln will. Die Voraussetzung dafür konnte die Freiherr-von-Rochowschule über die Ganztagförderung schaffen – und hat nun eine richtige Schulbühne samt Beleuchtungsanlage.

  Von Claudia Bihler

Einladung

 

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