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BILDUNG:

Landkreis investierte 400 000 Euro in eine Pausenlandschaft für die Rochowschule


PRITZWALKFast hätte Gisa Michaelis, Leiterin der Freiherr-von-Rochow-Oberschule in Pritzwalk,
ihren Bauhelm bereits gestern an den Schulträger, den Landkreis Prignitz, zurückgegeben. „Ein bisschen müssen Sie allerdings noch warten“, sagte sie jedoch zu Landrat Hans Lange. „Denn wir bekommen ja jetzt noch einen neuen Fachraum“, so Michaelis.

Nach etwa acht Jahren Bauzeit ist jedoch zunächst einmal ein vorläufiger Schlusspunkt unter die ganz großen Baumaßnahmen gesetzt. Gestern wurde nämlich der neue Schul- und Pausenhof offiziell mit einer Feier eingeweiht. Geplant war die Feier zwar ganz offensichtlich auf dem Schulhof, doch hatte der Regen die Festgesellschaft unters Dach der Schulturnhalle vertrieben.

Rund 400 000 Euro hat der Schulträger ausgegeben, um den Pausenhof mit einem neuen Pflaster in Herbstfarben zu befestigen, Beete und Sitzgelegenheiten zu schaffen, zwei Pavillons und Tischtennisplatten aufzustellen, damit in der Pause auch die Bewegung nicht zu kurz kommt. Zudem verfügt die Rochowschule nun auch über einen rollstuhlgerechten Rampenzugang zu den Kunsträumen. Umrahmt wird das Hofensemble unter anderem von Feldsteingabionen und – in Richtung Sportplatz – mit einem Zaun. Baubeginn war im Juni vergangenen Jahres, die Schüler und Schülerinnen mussten sich bis zur Fertigstellung mit einem kleinen Stück des Schulhofes begnügen.

„Die Schule ist jetzt in einem guten Zustand“, sagte Landrat Hans Lange, der noch einmal auf den kompletten Sanierungskatalog zurückblickte. In den vergangenen Jahren wurden rund drei Millionen Euro am Standort der Freiherr-von-Rochow-Oberschule investiert – beispielsweise für einen neuen Sanitärtrakt, den Anbau der Pausenhalle, die Sanierung der Schulturnhalle, die Komplettrenovierung der Innenräume, für den Schulsportplatz und nun für den Schulhof.

Rainer Greve, stellvertretender Bürgermeister von Pritzwalk, sagte, dass die Stadt der Anregung der Schule gefolgt sei, auch das Umfeld vor dem Schulgebäude etwas zu verschönern. „Wir sind diesem Wunsch gerne nachgekommen.“

Gleichzeitig lobte Greve das Showprogramm der Schüler und Schülerinnen, dass diese zum Anlass gestaltet hatten. „Die Lieder passen zum Thema und treffen es haargenau. Sie stellen auch den Geist der Schule dar“, meinte der Vizebürgermeister. 

Gemeint waren die Liedbeiträge von Michaela Nobereit und Vanessa Schmidt. Während Michaela davon sang, doch etwas Bleibendes und ein wenig Ruhe zu bekommen, stellte Vanessa Schmidt fest, dass sie „Immer weiter“ wolle. Zu diesem Zeitpunkt hatte allerdings Jessica Gasow noch nicht gesungen, ebenso wenig wie der Chor, dessen Sängerinnen und Sänger feststellten: „Alt wie ein Baum möchte ich werden.“

Der lautstark-begeisterte Beifall ihrer Mitschüler war den Musikern ebenso sicher wie auch den Mitgliedern der Trommelgruppe und den Stepptänzerinnen.

Peter Stephan, der für Entwurf und Bauleitung verantwortlich war, hielt seine Rede kurz: „Das hier war keine Einzelleistung, sondern entstand durch die Mitarbeit der Handwerksbetriebe und der Schule. Ich bitte die Schüler dennoch um Verständnis, dass Einzelwünsche nicht berücksichtigt wurden.“ 

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Herbstlaub und Öko

Der Schulhof wurde mit unregelmäßigem Betonpflaster in Herbstlaubfarben gepflaster

Die Nebenbereiche haben zur besseren Entwässerung Flächen mit Ökopflaster erhalten.

Baubeginn war im Juli 2010, beendet worden war die Baumaßnahme im wesentlichen bereits im Februar.

Einige Restarbeiten stehen aber noch aus. cb

 

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