MAZ 24. Juni 2016

Rochowschüler zeigen Theater zur Zeugnisangst

An zwei Abenden begeisterte die Aufführung „Querbeet“ vor vollem Saal in der Turnhalle der Schule – Am Ende waren alle „happy“

Von Andreas König

Pritzwalk. Was tun, wenn das Zeugnis nicht nur etwas „verhauen“ ist, sondern richtig schlecht? Mit diesem, vielen Schülern bekannten Problem beschäftigten sich die Schüler der Klasse 9a der Rochow-Schule in Pritzwalk. „Wir haben im Rahmen des Musikunterrichts ein Theaterstück erarbeitet“, sagt die Musiklehrerin Franka Gayk. Die Schüler haben die Texte selbst geschrieben. Lediglich bei einigen all zu derben Kraftausdrücken musste die Lehrerin eingreifen. Die Hauptfigur, eine Schülerin der 9. Klasse, hat jedenfalls Angst, am Zeugnistag nach Hause zu kommen und macht sich so ihre Gedanken.

Doch auch die anderen Schüler der Klassen 7 bis 10 hatten eigene Beiträge erarbeitet und stellten sie einem recht zahlreich erschienenem Publikum vor. „Wir hatten Tanzdarbietungen, Instrumentalstücke, Chorgesang und vieles mehr“, sagt Franka Gayk. 120 Schüler wirkten am eigentlichen Programm mit. Wer nicht an der Theateraufführung beteiligt war, hatte sich mit dem Musiklehrer Fred Giese vorbereitet.

„Weil unser bunter Abend immer recht beliebt ist, haben wir zwei Vorstellungen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gezeigt“, erklärte die Musiklehrerin. Am meisten freute es Organisatoren und Schüler, dass auch am Tag des Deutschland-Spiels alle Stühle besetzt waren. Unter den Mitwirkenden befanden sich auch vier Flüchtlinge, die in der Trommelgruppe mitwirkten. Insgesamt besuchen laut der Schulleiterin Gisa Michaelis derzeit 17 Flüchtlingskinder die Freiherr-von-Rochow-Schule in Pritzwalk.

Das Mädchen mit dem problematischen Zeugnis aus dem eingangs erwähnten Theaterstück findet übrigens Zuspruch von ihren Klassenkameraden. Sie trösten sie, dass ihr Zeugnis doch gar nicht so schlecht ausgefallen ist. Sie traut sich doch nach Hause, und schließlich wird sie versetzt – der Konflikt findet ein glückliches Ende, was in dem Ohrwurm „Happy“ von Pharrell Williams zum Ausdruck kommt.

Den Gedanken der Integration und der Völkerverständigung nahmen die Schüler im aller letzten Stück des Abends auf. „We are the world“ von Michael Jackson besingt die gemeinsame Verantwortung aller Menschen für die Zukunft der gesamten Menschheit und der Erde. Zu den Zuschauern zählten naturgemäß Eltern, Großeltern, Verwandte und Bekannte. Aber auch der eine oder die andere ehemalige Schülerin der Rochow-Schule ließ es sich nicht nehmen, den Abend zu verfolgen.

Das Motto des Abends „Querbeet“ erklärte sich vor allem aus der künstlerischen Vielfalt der Beiträge. Sowohl beim Publikum als auch bei den Akteuren selbst kamen die Aufführungen an beiden Abenden sehr gut an. „Einige haben mich gleich danach gefragt, was wir als nächstes machen“, freut sich Franka Gayk. Während so manche Schüler nicht unbedingt ein übermäßiges Interesse an regelmäßiger außerschulischer Tätigkeit in Arbeitsgemeinschaften zeigten, seien dieselben jungen Leute Feuer und Flamme, wenn es um die Vorbereitung solch spezieller Ereignisse geht.

Gesangs- und Tanzeinlagen waren beim bunten Abend in der Turnhalle der Rochow-Schule in Pritzwalk zu erleben.     FOTOS(2): PRIVAT

Auch der Chor der Freiherr-von-Rochow-Schule Pritzwalk wirkte an dem Programm „Querbeet“ mit.

 

2 Comments

  1. Nostalgie 18. Juli 2017 at 21:28

    Frau Gayk hat das mal wieder super gemacht! Was ne´ tolle Lehrerin!

     
  2. Gundula Buschmann 10. Juli 2016 at 20:39

    Es war eine sehr gelungene Vorstellung! Habe das Event an beiden Abenden besucht. Ich bin immer wieder begeistert, mit wie viel Engagement die mitwirkenden Schüler dabei sind.
    Ein großes Lob auch an die Lehrer!!!

     

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